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Die PSD-Bank spendet für Friedenauer Projekte (2010)

 

 

 

Die PSD Bank Berlin-Brandenburg eG hat Anfang 2010 vier Friedenauer Einrichtungen mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Getreu dem Motto „sozial, gemeinnützig, mildtätig“ spendet die Bank jedes Jahr an ausgewählte Organisationen und Projekte in Berlin und Brandenburg. Die Spendenmittel kommen aus Gewinnsparlosen von Kunden der PSD Bank.

Es wurden in Friedenau folgende Einrichtungen unterstützt: Das Nachtcafé, der Diakonieladen, die Aktion Wundertüte und die Friedrich-Bergius-Oberschule.

 

Das Nachtcafé – Hilfe für Menschen ohne Obdach

Fr. Lichtenthäler und Hr. Nowicki von der Gemeinde Zum Guten Hirten vor dem Eingang zum Nachtcafé

 

Seit mittlerweile 20 Jahren gibt es das Nachtcafé in der Goßlerstraße 30, direkt am Friedrich-Wilhelm-Platz. In den Monaten November bis April können obdachlose Menschen hier an drei Nächten in der Woche – Dienstag, Mittwoch und Donnerstag  –  vor der Kälte Zuflucht finden: Es gibt Abendessen, ca. 15 Schlafplätze für die Nacht und Frühstück. Einlass ist um 21:30 Uhr, um 8 Uhr morgens wird das Café geschlossen. In besonders kalten Nächten fragt auch der Kältebus schon mal an, ob noch Plätze frei sind.

Das Nachtcafé wird gemeinsam von den Gemeinden Zum Guten Hirten, Patmos und Vaterunser organisiert. Zwei hauptamtliche Kräfte betreuen das Café durchgängig während der Öffnungszeiten, Ehrenamtliche der drei Gemeinden  sorgen für die Verpflegung und die Evangelische Gemeinschaft am Friedrich-Wilhelm-Platz hilft bei der Essenslieferung.

Das Nachtcafé finanziert sich aus Geld- und Sachspenden, so stellt z.B. der Kirchenkreis Schöneberg pro Jahr eine komplette Sonntagskollekte zur Verfügung, Edeka in der Hedwigstraße und die Bäckerei Johann Mayer am Innsbrucker Platz  unterstützen das Café mit Lebensmittelspenden. 

Die PSD Bank hat 2010 für das Nachtcafé 1.500.- Euro gespendet.

Auf dem Foto sind Fr. Lichtenthäler und Hr. Nowicki von der Gemeinde Zum Guten Hirten vor dem Eingang zum Nachtcafé zu sehen.

 


 

 

 

Oliver Pöpplau, Vorstand der PSD Bank, Magrit Knapp,   Friedenau-Netzwerk, und Pfarrer Thomas Lübke von der   Philippus-Nathanael-Gemeinde (v.l.) vor dem Diakonieladen in der   Rubensstraße

 

Der Diakonieladen in der Rubensstraße – Hilfe zur Selbsthilfe

Der Diakonieladen Rubensstr. 87 ist ein Kooperationsprojekt der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde, des Kirchenkreises Berlin-Schöneberg und der Diakoniestation Schöneberg. Seit August 2005 können hier Menschen mit geringem Einkommen, vorausgesetzt der Nachweis der Bedürftigkeit wird erbracht, vor allem montags, aber auch an den anderen Werktagen, Lebensmittelspenden abholen – seit Bestehen des Ladens sind bisher rund 50.000 Portionen ausgegeben worden. Außerdem gibt der Laden an Jedermann gegen eine Spende gebrauchte Kleidung, Bücher, Spielsachen und Haushaltsartikel weiter. Der Diakonieladen versteht sich aber nicht als reine „Tafel, die bloß Spenden verteilt“, so Pfarrer Thomas Lübke von der Philippus-Nathanael-Gemeinde. Den Menschen wird Hilfe zur Selbsthilfe angeboten, z.B. Schuldnerberatung und Hilfestellung bei Behördengängen oder beim Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.

Der in dieser Form in Berlin einzigartige Laden ist über Friedenau hinaus bekannt, Sachspenden werden aus ganz Berlin und Brandenburg gebracht und kommen von Privatleuten, diversen Supermärkten, Bäckereien und Firmen, die auf dem Moabiter Fruchthof, in Berlin-Brandenburg und anderen Bundesländern angesiedelt sind.

Pfarrer Thomas Lübke hat außerdem das Spendenlogo „Sozialsponsor in Berlin“ ins Leben gerufen. Spender, die sich für den Diakonieladen engagieren, können mit diesem Logo werben: Das Logo gibt es in Weiß (Sachspenden),  Bronze (3 000.- Euro/Jahr),  Silber (6 000.- Euro/Jahr) und Gold (10 000.- Euro/Jahr). Mehr über den Diakonieladen erfahren Sie auf der Homepage: www.diakonieladen-berlin.de.

Die PSD Bank war Bronze-Sponsor für 2010.

Foto/PSD Bank: Oliver Pöpplau, Vorstand der PSD Bank, Magrit Knapp vom Friedenau-Netzwerk, und Pfarrer Thomas Lübke von der Philippus-Nathanael-Gemeinde (v.l.) vor dem Diakonieladen in der Rubensstraße

 

 


 

 



Aktion Wundertüte – Unterstützung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien

Das Logo der Arbeiterwohlfahrt

Die Aktion Wundertüte wurde von der Arbeiterwohlfahrt (AWO)  Friedenau ins Leben gerufen. Am Anfang standen eine Erbschaft und eine Idee:  Der AWO Berlin-Südwest wurde von einem verstorbenen Mitglied Geld mit der Auflage vermacht, dieses karitativ einzusetzen – und eine engagierte Bürgerin wandte sich mit ihrer Idee, für Erstklässler Schultüten mit Schulmaterialien und wichtigen lebenspraktischen Dingen wie z.B. Hygieneartikeln zu füllen, an die AWO. Schnell war klar, dass man sich weder auf Hilfe für Erstklässler beschränken, noch alle Kinder unterstützen wollte und konnte.

Damit war die Richtung klar: Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien, die es auch im vermeintlich wohlhabenden Friedenau in großer Zahl gibt,  unbürokratisch und im Sinne des Gedankens der Chancengleichheit bei ihrer Schulbildung zu unterstützen. Geholfen wird  z.B. mit Büchern, Stiften, Tuschkästen, Sportsachen, aber auch mit der Kostenübernahme für das Schulessen,  Fahrgeld und Eintrittsgeld bei Schulausflügen und der Organisation von Nachhilfe. Dabei werden diese Hilfen nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgeschüttet – die ehrenamtlichen  AWO-Mitstreiter arbeiten eng mit allen Friedenauer Schulen zusammen, die immer der erste Ansprechpartner sind, wenn es darum geht, die Kinder zu unterstützten, die die Hilfe wirklich brauchen. Mehr über die Aktion Wündertüte erfahren Sie hier.

Die PSD Bank hat die Aktion Wundertüte im Jahr 2010 mit 1.000.- Euro unterstützt.

 

 


 

 

 

Die Friedrich-Bergius-Schule – ein Erfolgsmodell

Oliver Pöpplau, Vorstand der PSD Bank, Magrit Knapp, Friedenau-Netzwerk, und Michael Rudolph, Direktor der Friedrich-Bergius-Oberschule, vor dem Eingang zur Schule

 

Noch im Jahr 2005 gab es Überlegungen, die seit 1958 am Perelsplatz residierende Realschule zu schließen. Stetig sinkende Anmeldezahlen, Gewalt unter den Schülern und gegenüber Lehrern – es sah nicht gut aus für das ehemalige „Gymnasium Friedenau“,  zu dessen Schülern so bekannte Persönlichkeiten wie die Politiker Egon Bahr und Peter Lorenz, der Kritiker Friedrich Luft und der Widerstandskämpfer Friedrich-Justus Perels, Namensgeber des Platzes, zählten. Eine Schließung hätte aber unweigerlich den dauerhaften Leerstand des 1903 als Schule eingeweihten und jetzt denkmalgeschützten Gebäudes bedeutet.

Die Schule bekam also eine zweite Chance – und die hat sie genutzt.  Michael Rudolph, zuvor Schulleiter in Kreuzberg, übernahm die Aufgabe, die Schule zukunftsfähig zu machen. Das Motto der Schule „Leistung fordern – Sozialverhalten fördern – Berufsfähigkeit erreichen“ ist Programm. Schüler der Friedrich-Bergius-Schule haben z.B. die Patenschaft für Stolpersteine in der Stierstraße übernommen und engagieren sich auch in anderen Bereichen ehrenamtlich. Zudem arbeitet die Schule eng mit der IHK, einem Job-Coach und  Projekten zusammen, die die Schüler bei der Berufswahl unterstützen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Innerhalb der vergangenen fünf Jahre sind die Anmeldezahlen nicht nur kontinuierlich gestiegen, sondern haben sich vervierfacht.  Im Jahr 2010 gab es sogar etwa 60 Anmeldungen mehr, als Plätze zur Verfügung stehen.

Die Friedrich-Bergius-Schule war unser Kooperationspartner bei unseren Projekten "Weniger Leerstand, mehr Lehrstellen" und "Ausbildungspaten für Friedenau". Mehr über die Schule erfahren Sie hier.

Die PSD Bank hat der Friedrich-Bergius-Schule im Jahr 2010 1.500.- Euro gespendet und 20 PCs zur Verfügung gestellt.

Foto/PSD Bank: Oliver Pöpplau, Vorstand der PSD Bank, Magrit Knapp vom Friedenau-Netzwerk, und Michael Rudolph, Direktor der Friedrich-Bergius-Oberschule, vor dem Schuleingang


Über die PSD Bank

Die PSD Bank ist aus dem 1872 gegründeten „Post-Spar- und Vorschussverein“ (1903 umbenannt in „Post-Spar- und Darlehensverein“, PSpDV) hervorgegangen. Anfänglich eine Bank ausschließlich für Angestellte und Beamte der Deutschen Post und deren Angehörige, kann seit 1998 jedermann hier Privatkunde werden. Die PSD Bank Berlin-Brandenburg eG hat ihren Sitz im ehemaligen Kaiserlichen Postamt I. Klasse (jetzt Postamt 410) des Architekten Ludwig Meyer am Renée-Sintenis-Platz. Hier erfahren Sie mehr über die PSD Bank.

PSD Gewinnsparen ist eine Art Kundenlotterie, bei der die Kunden Lose erwerben und Sach- und Geldgewinne erzielen können. Diese Art des Sparens wird von Genossenschaftsbanken, Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen angeboten. Bei der PSD Bank gehen von jedem Los 25 Cent in den Spendentopf. So kommen pro Jahr ca. 140.000 Euro zusammen, die karitativen Zwecken zur Verfügung gestellt werden können.

Silke Klimesch